Nachvollziehbar auf höchstem Niveau

Referenzbericht: a.i.m.

Markgröningen – Die a.i.m. all in metal GmbH muss als Automobilzulieferer eine lückenlose Rückverfolgung von Bauteilen und das Management von Verfallsdaten für bestimmte Materialien gewährleisten. Die Lagerverwaltungssoftware von LogControl stellt dem Unternehmen die passenden Funktionen bereit.

BMW, Mercedes, Porsche, Rolls-Royce: Die Liste der Referenzkunden von a.i.m. wartet mit klangvollen Namen auf. Dabei handelt es sich bei dem Automobilzulieferer um einen vergleichsweise jungen Betrieb, der erst im Jahr 2001 gegründet worden ist. Doch in den gut 15 Jahren seines Bestehens kann das familiengeführte Unternehmen auf ein dynamisches Wachstum an seinen beiden Standorten in Pockau-Lengefeld bei Chemnitz und Markgröningen bei Stuttgart zurückblicken. Automobilhersteller in aller Welt und auch Betriebe anderer Branchen nutzen die Leistungen des Unternehmens in der Umform- und Fügetechnik. Unter anderem werden Karosseriekomponenten sowie struktur- und sicherheitsrelevante Bauteile produziert. Ein eigener Werkzeugbau inklusive Prototypen-Fertigung rundet das Angebot ab.

Verdreifachung der Mitarbeiterzahl in zwei Jahren

Einen wichtigen Grundstein für den Erfolg legte ein Laserschweißverfahren, das die a.i.m. entwickelt hat. Mit diesem Verfahren gelingt es, Metallkomponenten mit höchster Festigkeit und exzellenter Oberflächenqualität miteinander zu verbinden. Besonders in der Herstellung von Luftfederbeinen schätzt man das von der Firma a.i.m. entwickelte Laserschweißverfahren. Schnell lernten die Kunden das technologische Know-how zu schätzen: Das Auftragsvolumen stieg so stark an, dass sich am Standort Markgröningen – wo die Laserschweißtechnik von a.i.m. angesiedelt ist – die Zahl der Mitarbeiter innerhalb von zwei Jahren auf gut 100 Mitarbeiter mehr als verdreifachte.

Michael Josef
„Seit wir die LogControl-Software einsetzen, haben wir den Zeitaufwand für die Inventur im Hauptlager halbiert.“

Michael Josef, Logistikplanung-AV / Lean Management,
a.i.m. all in metal GmbH

„Mit dem Wachstum nahm natürlich auch der Materialfluss an unserem Standort innerhalb kürzester Zeit ganz andere Dimensionen an“, berichtet Michael Josef, Logistikplaner und Lean-Manager bei a.i.m. in Markgröningen. Erforderlich war daher eine Lagerverwaltungssoftware, die eine ganze Reihe von Kritierien zu erfüllen hatte. Die für Autozulieferer immens wichtige Chargenverwaltung und Produktrückverfolgung musste gewährleistet sein, die Qualitätssicherung musste integriert werden können und die Software musste Artikel bei Überschreiten eines vorgegebenen Verfalldatums sperren können.

Darüber hinaus war für a.i.m. das möglichst reibungslose Zusammenspiel mit dem bereits vorhandenen ERP-System abas wichtig. „Das dynamische Wachstum hat uns vor genügend organisatorische Herausforderungen gestellt, so dass wir möglichst wenig Ressourcen mit der Softwareintegration binden wollten“, erzählt Michael Josef. Das IT-Beratungsunternehmen, das bei a.i.m. die abas-Installation betreut, empfahl aufgrund positiver Erfahrungen die Lagerverwaltungssoftware von LogControl, einem in Pforzheim ansässigen Spezialisten für Lager- und Bestandsmanagement-Software.

Lückenlose Chargen-Rückverfolgung

Oberste Priorität hatte bei der Einführung der Software im Frühjahr 2016 die Implementierung einer lückenlosen Chargenverwaltung. „Bei Rückrufaktionen kann es überlebenswichtig sein, betroffene Fertigungsserien möglichst eng einzugrenzen, weil sonst die Kostenrisiken explodieren können“, betont Josef. Mit der Lagerverwaltungssoftware von LogControl werde nun der Weg einzelner Produkte und Chargen lückenlos dokumentiert. „Damit können wir jede interne Bewegung einer gesuchten Charge nachvollziehen.“

Auch die Qualitätssicherung hat LogControl in der Software mit abgebildet. Weil a.i.m. am Standort Markgröningen zumeist vorgefertigte Teile von Zulieferern weiter bearbeitet, müssen die bezogenen Teile gemäß den Vorschriften des Qualitätsmanagements beim Wareneingang geprüft werden. Deshalb sperrt die Lagerverwaltungssoftware bei der Wareneingangsbuchung die Teile so lange, bis sie nach erfolgreicher Qualitätsprüfung vom zuständigen Mitarbeiter freigegeben werden. Damit verhindert die LogControl-Software auf ebenso einfache wie effiziente Weise, dass ungeprüfte Zulieferteile versehentlich in den Produktionsprozess gelangen.
Wareneingang
Im Wareneingang werden alle Lieferungen mit MDEs gescannt und somit im LogControl WHM zur Weiterverarbeitung eingebucht.

Bauteile mit begrenzter Haltbarkeit verwalten

Eine weitere Besonderheit: Bei a.i.m. unterliegen bestimmte Werkstoffe einem Verfallsdatum. „Das ist etwa dann der Fall, wenn Komponenten innerhalb eines vorgegebenen Zeitraum verklebt werden müssen, weil nur beim Einhalten der Frist die Prozesssicherheit gewährleistet bleibt“, erläutert Josef. Hier stellt die Lagerverwaltungssoftware alle notwendigen Funktionen bereit, um Warnmeldungen vor dem Erreichen des Ablaufdatums auszugeben sowie bereits abgelaufene Teile automatisch zu sperren. Die Einhaltung des Zeitintervalls im Klebeprozess kennt die LogControl-Lagerverwaltungssoftware seit mehr als 20 Jahren von anderen Kunden.

Versandlager a.i.m.Das Versandlager der a.i.m.
Das Hochregallager der a.i.m.

Lückenlos verwaltet die Software den Materialfluss vom Wareneingang über einzelne Bearbeitungs- und Fertigungsstationen bis hin zu Kommissionierung und Versand. Damit einzelne Vorgänge auf einfache und sichere Weise erfasst werden können, sind die Mitarbeiter mit mobilen Scannern ausgestattet. Deren Benutzeroberfläche hat a.i.m. an die eigenen Anforderungen angepasst und unter anderem verschiedene Farben für einzelne Themenbereiche angelegt. Damit finden sich neue Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit in der Bedienung der Scanner zurecht. „Bei der Softwareentwicklung achten wir immer darauf, dass wir den Nutzern die Möglichkeit geben, die Oberfläche so an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, dass der Mitarbeiter effizient und ohne das Risiko von Fehlinterpretationen durch die einzelnen Buchungsschritte geführt wird“, sagt Ewald Mader, Geschäftsführer der LogControl GmbH.

Zu den von der LogControl-Software verwalteten Lagerbereichen zählt auch eine Verschieberegalanlage. Vorteil einer solchen Anlage: Weil die mobilen Regale so zusammengeschoben werden, dass immer nur zwei Gänge offen sind, lassen sich große Materialmengen auf geringer Grundfläche lagern. Allerdings müssen beim Wechsel der Gänge die Regale verschoben werden, was den Zeitaufwand bei der Einlagerung und Entnahme erhöht. Deshalb rechnet die Lagerverwaltungssoftware anhand von statistischen Werten aus, an welchen Plätzen eingehende Teile eingelagert werden sollten, damit die zeitraubenden Regalbewegungen auf ein Minimum reduziert werden.

Halbierter Zeitaufwand für die Inventur

Zusätzliche Einsparungen generiert das Inventur-Modul, das in der Software enthalten ist. Während zuvor mit klassischen Inventurlisten gearbeitet wurde, führt heute das Lagerverwaltungsprogramm mittels mobilen Terminals (MDE) die Mitarbeiter durch die papierlose Inventur. Direkt bei der Eingabe wird die Plausibilität geprüft, und gegebenenfalls wird der Mitarbeiter zur erneuten Eingabe der Bestandszahlen aufgefordert oder eine Nachzählung angeordnet. Auf diese Weise lassen sich die meisten Differenzen aufgrund von Eingabefehlern schon von vornherein vermeiden. Die einfache Benutzerführung und die Optimierung der Eingabesicherheit auf den mobilen Datenerfassungsgeräten haben a.i.m. enorme Zeitersparnisse beschert, bestätigt Josef: „Seit wir die LogControl-Software einsetzen, haben wir den Zeitaufwand für die Inventur im Hauptlager halbiert.“

Für den schnellen Zugriff auf aktuelle Kennzahlen und die Visualisierung von Trends nutzt a.i.m. das WebReporting-Modul von LogControl. Die Stärken dieser zusätzlichen Funktionen sieht man auf Anwenderseite vor allem in der komprimierten und übersichtlichen Darstellung der Daten, die auf einen Blick eine gut erfassbare Grundlage für Entscheidungen liefert.

Weitestmögliche Integration in abas-ERP

Mit dem Lagerverwaltungssystem von LogControl zeigt sich Michael Josef zufrieden. Nach der Einführung der Software wird nun an der weiteren Integration in das ERP-System abas gearbeitet. Über die Schnittstellen soll künftig die Bedienung so weit wie möglich über die abas-Oberfläche erfolgen, während die automatisierten LogControl-Prozesse im Hintergrund laufen. „Das Projekt befindet sich auf einem guten Weg“, sagt Michael Josef und ergänzt: „Dann sind wir soweit, dass wir einen optimalen Automatisierungsgrad erreichen, was unsere Mitarbeiter noch weiter entlastet und die Prozesssicherheit maximiert.

Autor
Thomas Hammer

Pressekontakt
LogControl GmbH – Blücherstr. 32 – 75177 Pforzheim – Tel: 07231/58048-0 – www.logcontrol.de
Sabrina Schmalisch, Projektleiterin Unternehmenskommunikation, Tel: 07231/58048-34, pr@logcontrol.de

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