Video: Die Kunst mit zu hohen Beständen fertig zu werden

Experten-Interview mit Tipps für bessere Bestände & mehr Zeit fürs Wesentliche

Disponenten stehen oftmals vor folgendem Problem: Wie teile ich meine Zeit und Ressourcen entsprechend meiner Artikel ein? Diese Frage hat LogControl in einem kurzem Interview dem Dispositions-Experten Hermann Mehring gestellt. Er erklärt Ihnen, wie Sie mit der ABC-Analyse die richtigen Priorisierung Ihrer Aufgaben schaffen, wieso der Irrtum „Sicherheitsbestand = eiserner Bestand“ fatal ist und wie Sie mehr Zeit fürs Wesentliche frei machen.


Hier können Sie das Interview nachlesen:

Ewald Mader: „Hallo, heute haben wir in unserem Dispositionszentrum bei der Firma LogControl einen ganz besonderen Menschen parat, der uns sein Know-how zu Verfügung stellt. Er ist seit mehr als 20 Jahren Dispositionsberater – insbesondere im Handel. Herr Mehring hat uns heute ganz viele Informationen geliefert, wie wir unsere Dispositionssysteme besser und zielgerechter einsetzen können, sodass insbesondere unsere mittelständischen Kunden viel besser disponieren können. Hermann, wenn du drei Tipps geben müsstest, die die Unternehmen beachten müssen, wenn Sie ein Dispositionssystem einführen, oder besser noch wenn Sie Probleme in der Disposition haben mit zu hohen Beständen – welche wären diese?“

Hermann Mehring: „Danke Ewald für die Begrüßung. Ich würde vorschlagen, einmal eine Strukturierung nach ABC-Umsatz zu machen, damit Sie feststellen können: 1. Was ist besonders wichtig? 2. Was ist weniger wichtig? 3. Was ist gar nicht wichtig?
Danach die Bestände zu strukturieren und sich die Bestände nach Reichweite anzuschauen. Das heißt konkret: 3 Monate, 6 Monate und über 12 Monate und wenn Sie es können, die Null-Bestands-Tage zu ermitteln oder, wenn das nicht geht, zu schauen wie hoch die Sicherheitsbestände und deren Reichweite ist.“

Ewald Mader: „Das sind die Basics, die für die Disponenten sehr wichtig sind. Kannst du die Begriffe, die du verwendet hast, mal erklären?“

Hermann Mehring: „ABC ist die Einteilung nach Umsätzen. Sortiert wird nach Eurowerten. Der Artikel mit dem höchsten Eurowert wird nach ganz unten gesetzt und dann baut sich eine Pyramide nach oben, bis nachher sich die Artikel mit null aufladen. Dann werden Sie addiert und es wird eine Grenze gesetzt, z.B. 60% für den A-Bereich. Das sind die ganz wichtigen Artikel, welche aber in der Regel erstaunlicherweise nur maximal 20% vom Gesamtartikelbestand ausmachen. Dann kommen die B-Artikel mit 90-95% und die C-Artikel sind der Rest. Ein Tipp: Versuchen Sie den letzten Prozentsatz Ihrer Umsätze zu definieren und Sie werden erstaunt sein, dass in diesem Topf über 40% Ihrer Artikel liegen.“

Ewald Mader: „Gut Hermann. Oftmals ist es so, dass die Disponenten in den Häusern sehr viel Zeit für ganz viele wenige Artikel aufbringen müssen, aber kaum Zeit für die wichtigen Artikel haben. Hast du dafür noch einen abschließenden Tipp?“

Hermann Mehring: „Wenn Sie können, versuchen Sie Ihre C-Artikel nach Reichweiten zu beplanen. Das heißt z.B. 3 Monate, 6 Monate oder, wenn der C-Artikel nicht teuer ist, maximal 1 Jahr Reichweitenbestand. Wenn Sie das gemacht haben, können Sie sich problemlos um ihre A- und B-Teile kümmern. Die, die gut laufen, sind leicht zu disponieren aber die anderen, die ziemlich stark schwanken, auf die müssen Sie individueller gucken.“

Ewald Mader: „Das spart den Disponenten Zeit und bringt dem Unternehmen Versorgungssicherheit. Ich danke dir, dass du heute da warst.“

Hermann Mehring: „ Darf ich vielleicht noch einen Satz sagen zum Thema Sicherheitsbestände? Das haben wir gerade eben übersprungen.“

Ewald Mader: „Na klar!“

Hermann Mehring: „Bei Sicherheitsbeständen glaubt man gerne, dass das der eiserne Bestand ist. So sollte man das nicht interpretieren, sondern die Planung sollte so sein, dass ein Sicherheitsbestand gerne unterschritten werden kann und als Warnmarke gilt. Aber er darf auch gerne bis auf null gehen, wenn morgen die nächste Ware eintrifft. Damit kann man auch Sicherheitsbestände ganz gut reduzieren.“

Ewald Mader: „Okay, vielen Dank!“

Hermann Mehring: „Gern geschehen. Danke Ewald. Alles Gute.“


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